Deutsches Hygienezertifikat

 

Saubere Schönheitssalons und tiefenreine Tattoostudios

Deutschland hat das Deutsche Hygienezertifikat. Und das ist gut so. Denn egal ob Fußpflege, Fitnessstudio oder Schönheitssalon, egal ob beim Physiotherapeuten oder beim Friseur: Wenn Unternehmen hygienische Standards nicht einhalten, entstehen gefährliche Krankheitserreger. Es ist zwar bekannt, dass frische Nadeln und desinfizierte Instrumente beim Piercen oder Tätowieren unerlässlich sind. Doch was sich hinter den Kulissen der Studios abspielt, ist schwer einzusehen und entspricht häufig nicht hygienischen Mindestanforderungen. Was viele nicht wissen: Auch in Kosmetiksalons, Solarien und sogar beim Friseur können leicht Krankheitskeime übertragen werden. Die Folge sind Hautausschlag, Juckreiz oder sogar schlimmere Krankheiten wie zum Beispiel  Hepatitis C. Wer sicher gehen möchte, dass er eine hygienisch reine Einrichtung besucht, sollte sich am Siegel des Deutschen Hygienezertifikates (DHZ) orientieren. Das DHZ weist auf Gefahrenquellen hin und zertifiziert Einrichtungen, die den gültigen Standards gerecht werden. Verbraucher erkennen so, dass sie sich ohne Bedenken maniküren, tätowieren oder massieren lassen können.
 
Starvisagist und Branchenkenner René Koch kennt das Hygienedilemma: „Immer häufiger höre ich von Personen, die sich eigentlich pflegen lassen möchten und anschließend mit Krankheiten nach Hause kommen. Das darf es nicht geben! Daher lege ich der Schönheitsbranche eine individuelle Zertifizierung dringend ans Herz.“ Die Erfahrungen von René Koch untermauert eine Umfrage, die das DHZ durchgeführt hat. Diese lieferte alarmierende Ergebnisse: Jeder vierte Befragte hatte nach einer Behandlung schon mal eine Entzündung oder andere Krankheiten, die durch mangelnde Hygiene hervorgerufen wurden. Mehr als die Hälfte gab an, eine Entzündung nach einer Schönheitsbehandlung in einem Piercing- oder Tattoostudio bekommen zu haben. Knapp ein Viertel bestätigen dies in Bezug auf einen Besuch in einem Nagelstudio bzw. Kosmetik- oder Friseursalon. Weit über die Hälfte kannte eine Person, die nach einer kosmetischen Behandlung gesundheitliche Probleme hatte. „Gegen diese erschreckenden Ergebnisse muss etwas getan werden. Ein Hygiene-TÜV für Deutschland ist schon lange fällig“, so René Koch.  
 
Die Idee zur Hygiene-Zertifizierung entwickelte die promovierte Pharmazeutin Dr. Gerlinde Wagner aus ihrer Arbeit  als Leiterin einer Apotheke in Berlin heraus. Dort hat die Unternehmerin unzählige Fälle von infektiösen Erkrankungen miterlebt. Die Gründe waren meist ungenügende Hygiene bei kosmetischen Behandlungen und körperlichen Verschönerungen. Aber auch fehlendes Wissen der Erkrankten, wie man mit Tattoos und Piercings umzugehen hat, führt vielmals zu Entzündungen. Deswegen setzte sie das innovative Konzept des DHZ im Januar 2008 um und führte das unabhängige Beratungs- und Prüfungsunternehmen für gesundheitsrelevante Einrichtungen in den gesundheitspolitischen Markt ein. Seitdem schließt sie bundesweit eine Lücke im Bereich des Verbraucherschutzes.
 
„Wir wollen die hygienischen Qualitätsstandards anheben, klären die Unternehmen auf und helfen die Anforderungen in den Bereichen Hygiene und Sauberkeit einzuhalten“, erklärt Dr. Gerlinde Wagner. Den Studiobetreibern und deren Angestellten mangelt es teilweise an einer medizinischen Grundausbildung. Daher werden hygienische Vorkehrungen oft nicht getroffen. Geschulte Hygienefachberater des Deutschen Hygienezertifikats überprüfen deswegen vor Ort die Situation des Betriebes und erarbeiten einen angepassten Hygieneplan: Zunächst werden Proben aus dem Studio im Labor untersucht und Inhaber sowie Mitarbeiter geschult. Neben einer genauen Dokumentation gibt es regelmäßige Check-Ups. Nur wenn alle Auflagen erfüllt werden, erhält das Unternehmen die Plakette des Deutschen Hygienezertifikats, damit Kunden sich auf absolute Reinheit verlassen können.
 
Viele renommierte Einrichtungen wie die Friseursalons von Udo Walz oder die Aveda Studios haben sich bereits für einen Check-Up durch das DHZ entschlossen und konnten erfolgreich mit dem DHZ-Siegel zertifiziert werden. Verbraucher erkennen es an der orangenen Schlange, die sich um eine Nadel ringelt. „Achten Sie bei Ihrem nächsten Besuch in einem Nagel- oder Fitnessstudio, bei der Fußplege oder der Kosmetikerin auf die Auszeichnung vom Deutschen Hygienezertifikat“, rät Dr. Wagner den Verbrauchern.

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